Erfahrungsbericht

Kommunikation ist das A und O

Verschlafen hat Diane Goldammer nur am ersten Tag ausversehen. Heute geht die Bürokauffrau im 3. Lehrjahr gern auch früh auf Arbeit.

Drei wertvolle Jahre im Leben eines jungen Menschen habe ich bei einem der besten Arbeitgeber in Leipzig verbringen dürfen. Ich erinnere mich an den ersten Tag, als wäre es gestern gewesen. Wie das Leben so spielt habe ich natürlich verschlafen und kam zum ersten Arbeitstag zu spät. Peinlich! Doch ich hatte Glück, dass die Kollegen sehr nett und verständnisvoll sind und meiner Chefin nichts davon erzählten. Die erste Zeit als Azubi hat man sicher einen kleinen Bonus, wenn man wie ein junges, unerfahrenes Rehkitz durch die Gänge stolpert.

Dank spannender und hilfreicher Seminare ermöglichte die KWL, dass wir uns erfolgreich weiterentwickeln konnten. An jeder neuen Aufgabe wächst man. Doch je höher der Entwicklungsstand ist, desto größer ist die Verantwortung der Aufgaben, was aber in keinem Fall schlimm ist. Denn es ist schön auch als Azubi das Gefühl zu haben, dass man produktiv am Arbeitsalltag teilnimmt. In vielen Bereichen wurde ich bei den täglich anfallenden Abläufen mit einbezogen, was mir die Zusammenhänge der verschiedenen Bereiche deutlicher machte.

Fehler passieren – oft genug schlichen sich bei mir welche ein, die aber mit der Erfahrung weniger wurden. Dann hieß es eben: „Bitte noch mal“ oder „Bitte ändern“. Sicher ist es wichtig darauf zu achten, dass man ordentlich und fehlerfrei arbeitet. Doch es ist nicht so, dass mir der Kopf abgerissen wurde. Denn Fehler treten bei den erfahrensten Mitarbeitern auf. Es ist auch alles andere als schlimm, wenn man nachfragt, falls man etwas nicht verstanden hat.

Dank der Jugendauszubildendenvertretung – einem Ableger des Betriebsrats – können auch Azubis Anregungen und Bemerkungen abgeben, ohne sich anhören zu müssen, man sei doch „nur“ ein Auszubildender. Was mich auch immer wieder begeistert hat, sind die Veranstaltungen die die KWL oft durchführt, bei denen wir uns aktiv beteiligen konnten.

Oft höre ich Freunde jammern: „Or nee, morgen wieder arbeiten…“ Sicher gibt es Tage, an denen ich auch lieber liegen bleiben würde. Aber wer hat die nicht? Doch größtenteils bin ich gern auf Arbeit gekommen.

Was ich auch als sehr positiv empfunden habe ist, dass Mehrarbeit, Fleiß oder Pfiffigkeit belohnt werden, z. B. in Form von einem Lob, einer Einmalzahlung oder einer guten Beurteilung. Ich hatte in den drei Jahren einfach das Gefühl, dass ich dazu gehöre.

Das Verhältnis zu unserer Ausbilderin ist angenehm locker. Probleme, ob beruflicher oder privater Herkunft, konnte ich mit ihr besprechen. Wir haben auch viel gelacht, aber der gegenseitige Respekt war immer da. Immerhin darf man als Azubi nie vergessen wo man im Unternehmen steht, egal wie gut man mit jemandem auskommt.

Die KWL ist für mich eine kleine Familie geworden. Es macht mich schon stolz hier lernen und arbeiten zu dürfen.