Erfahrungsbericht

Klempner machen
was anderes

Mittlerweile ist Stefan Dath im dritten Lehrjahr zur Fachkraft für Wasserversorgungstechnik bei der KWL. Er berichtet, was er macht und warum er stolz darauf ist.

Das einzige, was Stefan Dath am Anfang seiner Ausbildung Probleme gemacht hat, war das frühe Aufstehen – seine Aufgaben haben ihm dagegen vom ersten Tag an gelegen.

"Ach, du bist Klempner!" Das ist die häufigste Reaktion, die ich bekomme, wenn ich Leuten von meiner Ausbildung erzähle. Dann erkläre ich ihnen, dass ich kein Klempner bin – dass ich an der Wasserversorgung für Leipzig mitarbeite. Da staunen viele erst mal. Klar, hatte ich vorher auch ein bisschen Angst, dass mir der Job nicht gefällt. Aber dann war alles ganz locker. Ich wurde sofort ins Team integriert. Nach ein paar Wochen wusste ich: Okay, das ist cool! Das gefällt mir! Ein paar Start-Schwierigkeiten hatte ich mit der Zeitumstellung. Jeden Morgen um halb sieben im Betrieb sein – das ist gar nicht so einfach.

Mein erster Einsatzort als Auszubildender war in einem unserer Wasserwerke in Naunhof. Dort habe ich mich unter anderem mit der Wassergewinnung und der Wasseraufbereitung beschäftigt. Insgesamt 40 Brunnen fördern hier Wasser. Die müssen natürlich regelmäßig kontrolliert und sauber gehalten werden. Da musste ich schon mal ran, wenn die Brunnen etwa durch Laub verschmutzt waren. Bei der Wasseraufbereitung finden dagegen chemische und mechanische Prozesse statt, die dafür sorgen, dass uns sauberes Trinkwasser zur Verfügung steht. Wer in einem Wasserwerk arbeitet, sollte also schon Ahnung von Chemie haben und technisches Verständnis mitbringen. Das war zum Glück schon immer mein Ding.

Ansonsten bin ich sicher, ist alles eine Frage des Willens: Wenn man will, dann schafft man alles – auch wenn im Zeugnis hinter Mathe vielleicht nicht immer eine zwei stand. Inzwischen habe ich vom Wasserwerk in die Zählerwerkstatt gewechselt.

Zählerwerkstatt 

Hier bin ich dabei, wenn Zähler beim Kunden abgelesen oder gewechselt werden, kümmere ich mich um die Wartung und Reinigung der Standrohre und betreue die Fotodokumentation der ausgebauten Zähler zur Datensicherung. Viele Leute verstehen meine Faszination für den Job nicht. Aber wenn ich unsere Wasserversorgungsanlage in Probstheida mit ihren beeindruckenden Pumpen sehe, die ganz Leipzig mit sauberem Trinkwasser versorgt, dann macht mich der Gedanke stolz, dass ich zur Wasserversorgung dieser großen Stadt einen kleinen Teil beitrage.